Arztbesuch

Gestern hatten wir ja unsere Routinekontrolle beim FA… 

Obwohl wir eigentlich nur zu berichten hatten, dass alles einfach perfekt ist, war mein Schatz nervös 😓 das ist eines der wenigen Dinge, die ich nicht nachvollziehen kann.

Warum ist er da nervös? Bei keinem anderen Arzt ist er so. Nichtmal beim Urologen. Vor Allem warum, wenn es doch eh nur Gutes zu berichten gibt?
Nun ja, auf jeden Fall mussten wir wieder zwei Stunden warten; haben dem Arzt von der grandiosen Stabilität erzählt. Gemeinsam beschlossen mal bis ins Frühjahr die Medeinstellung so zu belassen. Alles bestens.

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Sorry …

… ich möchte mich bei allen fleißigen Followern hiermit dafür entschuldigen, dass meine Blogs in letzter Zeit so selten sind:

Aufgrund unseres bevorstehenden Umzugs, herrscht bei uns ein wenig Chaos und Hektik.

Heute haben wir wieder Arzttermin 😊 davon werde ich euch selbstverständlich morgen Früh noch berichten…

… und dann muss ich leider zwei Wochen mit Abwesenheit glänzen. Aber wir kommen wieder – promise! 👍

Afraid of tomorrow?

Heute ein paar Gedanken zur Zukunft…
Im Moment scheint ja alles besser als erhofft zuverlaufen… und doch, im Hinterkopf steckt rund um die Uhr die Angst was kommen wird. Die Erfahrung besagt, dass eine bipolare Störung nicht heilbar ist, schwer einstellbar und immer wieder Eskalationen vorporgrammiert sind… ich habe schon so viele bipolare Menschen kennen gelernt – logischer Weise in ihren schlimmsten Phasen … wenn ich zurück denke, was wir bereits alles durchgemacht haben läuft es mir kalt über den Rücken, und doch weiß ich, dass es noch viel schlimmer geht. Also für mich schlimmer. Mein Schatz ist bereits im wahrsten Sinne durch die Hölle gegangen. Natürlich hatte diese Hölle auch für mich gravierende Auswirkungen. Und doch weiß ich, manische Phasen können mit noch viel mehr psychotischen Symptomen einhergehen, im schlimmsten Fall auch mit unvorstellbarer Gewalt 😓

Ich versuche mich immer damit zu beruhigen, dass wir es rechtzeitig erkennen werden wenn sich was anbahnt und gegensteuern; damit dass ich darauf achten kann, dass er seine Med nimmt, … und doch lebe ich in einer stetigen Anspannung, ja teilweise auch Angst, was da kommen könnte. Für ihn. Für mich.

Arbeitsstress und Familienglück

Hallo ihr Lieben,

Im Moment geht es bei uns rund – bevorstehender Umzug, trächtiges Pferd, pubertierende Tochter und in meiner Arbeit überschlägt sich momentan auch alles.
Um nun aber auch mal wieder über das eigentliche Thema meines Blogs zu berichten:

Seit der schon gefühlt hundertsten Medumstellung meines Schatzes vor knapp zwei Monaten ist er stabiler denn je ❤️ keine einzige Schwankung, keine Stimmungstiefs, kein Leistungsabfall. Zum Teil kommt er mir momentan stabiler vor als ich selbst 😄

Verständlicher Weise würde er nun am Liebsten beginnen die Medikamente weiter abzusetzen. Da ich ihn aber jetzt doch schon über zwei Jahre begleite vertraut er mir mittlerweile soweit, dass es für ihn okay ist zu warten – immerhin ist er erst durch die Umstellung und zum Teil höher Dosierung so stabil geworden. Er hat meine Bitte also angenommen, die Einstellung jetzt erstmal mindestens 6 Monate bis zu einem Jahr so zu lassen. 😊

Auch sein Arzt hat im Laufe der Zeit gelernt mit mir zu leben *lach* und wir arbeiten mittlerweile gut zu dritt im Team zusammen.

So ist unser Plan nun, bis Ende 2019 alle Medikamente bis auf das Seroquel XR los zu werden. 

Meinem Schatz ist allerdings mittlerweile auch bewusst, dass weniger Med umso mehr „Arbeit“ für ihn bedeutet ☺️ 
Also schauen wir was die Zukunft bringt.

Neue Leidenschaft

Gestern habe ich begonnen ein Bullet Journal zu schreiben 😊 

Es tut mir sehr gut, wieder etwas Kreatives zu machen! So habe ich jetzt jeden Abend ein wenig Zeit ganz alleine für mich. Ich denke, das ist etwas, was ich viel zu lange nicht mehr hatte.
Meinem Schatz geht es übrigens nach wie vor prima! Seit seiner Medumstellung gab es noch keinerlei Schwankung. Auch nicht, wenn Situationen auftreten, die früher immer paranoide Gedanken hervorgerufen haben.

Wir sind sehr zufrieden im Moment 😊

Wieder was dazu gelernt

Wie aus jeder brenzligen Situation sind wir auch aus den letzten Tagen gestärkt hervor gegangen.
Wie bereits berichtet, war mein Pferd verletzt – es war letztlich so, dass wir den Tierarzt brauchten.

Zudem kam noch hinzu, dass das ohnehin schon angespannte Verhältnis zu der Stallbesitzerin an dem Tag völlig eskaliert ist. 
Mein Mann, dem ich ja wieder einmal viel zu wenig zugetraut hätte, stand da, seelenruhig, versorgte erst in aller Ruhe die Stute mit mir, dann stellte er sich Wort wörtlich hinter mich, verteidigte mich und schirmte mich vor dem Geschrei der Stallbesitzerin ab, nachdem ich ohnehin schon nervlich am Ende war wegen der Verletzungen des Pferdes.
Kurz darauf packte er mich ins Auto, wir fuhren uns zwei weitere Ställe anschauen und tags darauf wurde unser Pferd übersiedelt 😊
Ich bin sooo stolz auf meinen Schatz! Er hat das alles so souverän gemeistert, was selbst so manch gesunder Mensch nicht so gut hin bekommen hätte ❤️ Ich bin sprachlos!

Und auch jetzt ist er der positive Part. Er sagt mir, der neue stall jetzt ist gut. Die Dinge die dort jetzt nicht passen, die machen wir uns passend….
😍 

Mal etwas über mich …

… aus gegebenem Anlass lasse ich euch heute mal ein wenig an meinem Seelenleben teilhaben.
Heute ist ein Tag, an dem ich mich völlig hin und her gerissen fühle.

Der Tag fing mit der freudigen Nachricht an, dass ich Tante werde ❤️ Ich freue mich soooo sehr für meine Sista – seit zwei Jahren kämpfen sie jetzt schon für eine Schwangerschaft.

Zugleich aber, auch wenn es unfair sein mag, bin ich eifersüchtig und traurig. Denn auch wir versuchen es schon seit knapp zwei Jahren und es will einfach nicht klappen.
Kurz auf die freudige Nachricht folgte ein Anruf, mein Pferd sei gestürzt und habe unzählige Wunden 😱 Ich schaffe es frühestens in 6 Stunden in den Stall – bin hin und her gerissen, ob wir einen Tierarzt brauchen oder nicht; mache mir Sorgen ob es dem Fohlen im Bauch gut geht; mache mir Vorwürfe weil ich der Stute erst vor einigen Tagen die Eisen ziehen hab lassen und bin mir unschlüssig ob das ein Grund für den Sturz darstellen könnte.
In solchen Momenten ist es so schwierig, professionell auf meine Patienten zu zu gehen und mir nichts anmerken zu lassen. Genau das brauchen sie aber – eine stabile, ausgeglichene Pflegeperson.
Zugleich auch der Gedanke, dass ich all das in meinem Kopf ordnen muss, noch bevor ich nach Hause komme – denn meinen Schatz mit meiner Verzweiflung zu konfrontieren würde nur zu noch mehr Stress führen, weil er dann mit meiner Gefühlswelt überfordert ist und zu „rappeln“ beginnt.

An solchen Tagen wünsche ich mir so sehr, dass er einfach ein ganz „normaler“ Partner sein kann, eine Schulter zum anlehnen, ein Mann der die Führung übernimmt und sagt „komm Schatz, das schaffen wir schon“.

Stabil und happy

Hey ihr Lieben,
Bei uns ist alles super im Moment.

Bisschen unruhig werden wir langsam alle, weil wir es kaum noch erwarten können umzuziehen – dauert aber leider noch zwei Monate.

Das Wetter ist jetzt auch endlich erträglicher. Jetzt beginnt die Zeit in der wir viel wandern gehen 😊 freu mich schon drauf.
Was meinen Schatz betrifft, der ist seit der Medumstellung stabil. Keine Stimmungsschwankungen. Keine paranoide Verarbeitung. Er kommt morgens viel leichter aus dem Bett. Und die Nervosität abends ist auch weg. Mal schauen wie es sich weiter entwickelt.
Schönen Abend euch allen!