Abwärtstendenz

Seit einigen Tagen geht es meinem Schatz zunehmend schlechter. Einerseits sagt er, er fühlt sich depressiver. Andererseits tritt die Nervosität – das Kribbeln fast täglich auf!

Wir haben nun, um dem erstmal entgegen zu wirken, das Seroquel erhöht. Mein Mann erhofft sich dadurch ausreichend Besserung.

Währenddessen versuche ich ihn davon zu überzeugen zum Arzt zu gehen *schauf*

Fordern – Fördern – Überfordern

Heute drehen sich meine Überlegungen um das „wie viel von was?“
Ganz offensichtlich fördert das „gebraucht werden“ die Stabilität und das Selbstbewusstsein. Doch, ab wann wird es zur Belastung? 

Ebenso -wir ziehen in einigen Monaten um. Und nochmal einige Monate darauf erwartet unser Pferd Nachwuchs. Das alles ist mit viel Vorfreude verbunden. Aber auch mit viel nötiger Organisation. Ab wann kommt der Punkt in dem es zu belastend wird? Wie viel kann und soll ich meinem Schatz auch selbst zumuten und wie viel soll bzw kann ich ihm abnehmen?  

Ich war es immer gewöhnt alles selbst in die Hand zu nehmen. Das ist es, was ich persönlich brauche um mit dem „Stress“ gut umzugehen – planen, organisieren, umsetzen.

Zugleich will ich meinem Schatz aber nicht das Gefühl geben nur daneben zu stehen.
Ich weiß, dass man das ganz individuell entscheiden muss. Und vermutlich auch unmittelbar je nach Tagesverfassung… was widerum mir selbst zu schaffen macht, weil ich ganz gern alles im Voraus plane bis is kleinste Detail. Ich werde also etliche Plan B, C, …. brachen ☺️

Kurzer Spuk 

Gestern haben wir uns über Kästen unterhalten … dann plötzlich meinte mein Schatz, ich würde ihn so abwertend behandeln …. ich „Schatz bitte“ aber er sprang auf mit den Worten ich solle ihn jetzt in Ruhe lassen, nahm den Schlüssel und war fort. 15min später kam er zurück und alles war wieder in Ordnung.
So wäre es perfekt. Kann es denn nicht immer so sein?!

Kleine Schritte …

… manchmal sind es Riesen Sprünge nach vorne gewesen, manchmal nur kleine Schritte. Und manchmal scheint alles still zu stehen.
Im Moment geht es wieder in Minischritten voran, langsam aber sicher jedoch wird mein Mann immer stabiler. Zur Zeit fällt es mir schwer das Positive zu sehen….

Ich hoffe diese Phase geht bald wieder vorbei

Kleiner Rückschlag

Sehr deprimierend ist die Situation im Moment für meinen Schatz …

Einige Tage nach dem Reduzieren des Seroquel trat Unruhe/Kribbeln auf … ich hatte ihn gebeten, solang es erträglich ist durchzuhalten, da es auch einfach von der Reduktion an sich kommen kann.

Wir haben zwei Wochen versucht mit Massagen und entspannenden Duschen über die Zeit drüber zu kommen. Es lässt jedoch nicht nach. Sodass wir nun entscheiden mussten die Dosis wieder zu erhöhen.
Ich hatte ja von Beginn an damit gerechnet, da erst die Höherdosierung von Seroquel damals die Unruhe/Anspannung/Kribbeln unterbrach. Deswegen hatte ich von Anfang an gesagt, ich würde alles außer dem Seroquel runter dosieren, aber das braucht er denk ich wirklich… aber wenns der Arzt sagt, dann versucht man eben. 
So werden wir nun wieder ganz normal weiter machen und beim nächsten Arzttermin werden wir den Arzt fragen, ob wir stattdessen versuchen können die Depakine auszuschleichen … das müsste meines Erachtens problemlos gehen. 

Stabilität

Ich wollte mal wieder eine Frage in den Raum stellen:

Was bedeutet für euch Stabilität in der Psyche?
Das ist ein oft gebrauchtes Wort. Aber wie äußert es sich denn genau, wenn man „stabil“ ist? Was ist normal, was nicht? Denn instabil ist jeder Mensch ab und an mal. Aber wo zieht man die Grenze?

Arzttermin

Die Aggressions-Anfälle sind, wie schon vermutet, mit Medikamenten nicht einzustellen, meint der Arzt, da sie so überfallsartig kommen und nicht lange anhalten…. 😔
Nachdem wir ja schon vor längerer Zeit das Lamotrigin ganz abgesetzt haben, dürfen wir nun versuchen das Seroquel langsam runter zu dosieren ….

Ich bin gespannt, denn das war es, was meinen Schatz damals nach dem hochdosieren so gut stabilisiert hat.

Leider konnte ich beim letzten Arzttermin nicht dabei sein – ich hätte ihn gern gebeten erst alles Andere abzusetzen und das Seroquel zu lassen 🤔

Konfrontation als Ansatz

Nachdem es nun wieder öfter vor kommt, dass mein Mann in seinen Gedanken gefangen ist …
Ein neuer Ansatz – wir packen das Übel an der Wurzel … der Plan ist:

das nächste Mal wenn es so weit ist, packe ich ihn wortlos ins Auto und fahre mit ihm ans Grab – er soll die Möglichkeit haben, in einer dieser unmittelbaren Situationen, das quasi persönlich zu besprechen. Endlich mal alles klären, was noch tief steckt.
Bin gespannt was ihr davon haltet …