Wieder was dazu gelernt

Wie aus jeder brenzligen Situation sind wir auch aus den letzten Tagen gestärkt hervor gegangen.
Wie bereits berichtet, war mein Pferd verletzt – es war letztlich so, dass wir den Tierarzt brauchten.

Zudem kam noch hinzu, dass das ohnehin schon angespannte Verhältnis zu der Stallbesitzerin an dem Tag völlig eskaliert ist. 
Mein Mann, dem ich ja wieder einmal viel zu wenig zugetraut hätte, stand da, seelenruhig, versorgte erst in aller Ruhe die Stute mit mir, dann stellte er sich Wort wörtlich hinter mich, verteidigte mich und schirmte mich vor dem Geschrei der Stallbesitzerin ab, nachdem ich ohnehin schon nervlich am Ende war wegen der Verletzungen des Pferdes.
Kurz darauf packte er mich ins Auto, wir fuhren uns zwei weitere Ställe anschauen und tags darauf wurde unser Pferd übersiedelt 😊
Ich bin sooo stolz auf meinen Schatz! Er hat das alles so souverän gemeistert, was selbst so manch gesunder Mensch nicht so gut hin bekommen hätte ❤️ Ich bin sprachlos!

Und auch jetzt ist er der positive Part. Er sagt mir, der neue stall jetzt ist gut. Die Dinge die dort jetzt nicht passen, die machen wir uns passend….
😍 

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Mal etwas über mich …

… aus gegebenem Anlass lasse ich euch heute mal ein wenig an meinem Seelenleben teilhaben.
Heute ist ein Tag, an dem ich mich völlig hin und her gerissen fühle.

Der Tag fing mit der freudigen Nachricht an, dass ich Tante werde ❤️ Ich freue mich soooo sehr für meine Sista – seit zwei Jahren kämpfen sie jetzt schon für eine Schwangerschaft.

Zugleich aber, auch wenn es unfair sein mag, bin ich eifersüchtig und traurig. Denn auch wir versuchen es schon seit knapp zwei Jahren und es will einfach nicht klappen.
Kurz auf die freudige Nachricht folgte ein Anruf, mein Pferd sei gestürzt und habe unzählige Wunden 😱 Ich schaffe es frühestens in 6 Stunden in den Stall – bin hin und her gerissen, ob wir einen Tierarzt brauchen oder nicht; mache mir Sorgen ob es dem Fohlen im Bauch gut geht; mache mir Vorwürfe weil ich der Stute erst vor einigen Tagen die Eisen ziehen hab lassen und bin mir unschlüssig ob das ein Grund für den Sturz darstellen könnte.
In solchen Momenten ist es so schwierig, professionell auf meine Patienten zu zu gehen und mir nichts anmerken zu lassen. Genau das brauchen sie aber – eine stabile, ausgeglichene Pflegeperson.
Zugleich auch der Gedanke, dass ich all das in meinem Kopf ordnen muss, noch bevor ich nach Hause komme – denn meinen Schatz mit meiner Verzweiflung zu konfrontieren würde nur zu noch mehr Stress führen, weil er dann mit meiner Gefühlswelt überfordert ist und zu „rappeln“ beginnt.

An solchen Tagen wünsche ich mir so sehr, dass er einfach ein ganz „normaler“ Partner sein kann, eine Schulter zum anlehnen, ein Mann der die Führung übernimmt und sagt „komm Schatz, das schaffen wir schon“.

Stabil und happy

Hey ihr Lieben,
Bei uns ist alles super im Moment.

Bisschen unruhig werden wir langsam alle, weil wir es kaum noch erwarten können umzuziehen – dauert aber leider noch zwei Monate.

Das Wetter ist jetzt auch endlich erträglicher. Jetzt beginnt die Zeit in der wir viel wandern gehen 😊 freu mich schon drauf.
Was meinen Schatz betrifft, der ist seit der Medumstellung stabil. Keine Stimmungsschwankungen. Keine paranoide Verarbeitung. Er kommt morgens viel leichter aus dem Bett. Und die Nervosität abends ist auch weg. Mal schauen wie es sich weiter entwickelt.
Schönen Abend euch allen!

Normal

Guten Morgen ihr Lieben 😊

Mein Schatz hat sich nun an die Medumstellung gewöhnt und es geht ihm besser als je zuvor.
Zum ersten Mal, seit wir uns kennen leben wir nun ein vollkommen normales Leben ❤️
Im Moment dreht sich bei uns alles um unseren geplanten Umzug und um die trächtige Stute, sowie mein Sport mit ihr. Wir genießen die ausgiebigen Spaziergänge mit unserem Wauz, und auch meine Tochter ist nach einem Monat bei ihrem Vater nun endlich wieder daheim.
Einen schönen Tag euch allen! 

Liebe Grüsse Sam

Umstellungsprobleme

Wie bei den meisten Psychopharmaka üblich, stellt natürlich auch unsere neueste Umstellung Probleme dar…

Im Moment muss mein Schatz wieder viel Stärke beweisen, da er einerseits durch die Erhöhung des Seroquel deutlich sediert ist, andererseits aber der Entzug des Mirtazapin deutlich spürbar ist.

Er beschreibt es als einerseits schwammig, weich, verlangsamt aber zeitgleich unterschwellig eine Nervosität, ein Kribbeln spürbar. 
Um die Umstellung zu erleichtern versuchen wir die Gratwanderung zwischen Ruhe und Auslastung zu finden – sodass er von der Nervosität abgelenkt ist, aber zugleich nicht zu überfordert da er ja sediert ist.

Am Besten funktioniert das aber ganz einfach mit unserem Alltag – wir genießen generell ab und an mal die eine oder andere Stunde kuscheln mit plaudern und Fernsehen und sind aber auch fast täglich on Tour beim Pferd oder mit dem Hund marschieren, baden usw. 

So trifft sich das eigentlich ganz gut und bringt so auch ein wenig Sicherheit durch Stabilität.
Zum Thema Alltag … ich muss im Moment wieder relativ viel arbeiten, was mich aber nicht so sehr stört da ich meinen Job ja mag. Sonst verbringen wir viel Zeit über das kommende Jahr nachzudenken und zu planen, da uns ja tolle Sachen bevorstehen: Umzug in unser Haus und im Frühjahr dann die Geburt unseres Fohlens 😊
In diesem Sinne, euch allen einen entspannten Tag ✌️ 

Gestern Arzttermin

Gestern war mein Schatz bei seinem quartalsmässigen Arzttermin.

Da ich nicht mit konnte, hat er mich gebeten unsere Anliegen stichwortartig aufzuschreiben.

Nachdem unser Arzt wirklich toll ist, weil man mit ihm einfach über alles diskutieren kann und fachsimpeln sind wir mit dem Ergebnis wieder überaus zufrieden!

Das Mirtazapin wurde gegen Sertralin ausgetauscht – das war der Wunsch meines Mannes, weil Mirtazapin eine schlaffördernde Wirkung hat und er morgens so schwer aus dem Bett kommt.

Depakine möchte der Arzt auch irgendwann im Laufe des nächsten Jahres absetzen, wie ich es vorgeschlagen hatte, möchte aber noch zuwarten – soll uns recht sein.

Und nachdem mein Schatz ja die letzten Wochen fast täglich 100mg Seroquel zusätzlich gebraucht hat, haben wir das nun fix – allerdings in XR-Form, da unser (das wollen wir alle drei) Endergebis so aussehen soll, dass wir alle Med loswerden bis aus das Seroquel, da wir uns einig sind dass es ohne diesem nicht gehen wird – das aber dann komplett auf XR umstellen, sodass es letztendlich nur noch eine Medikamenteneinnahme am Tag sein wird.
Nun harren wir der Dinge und können wieder drei Monate lang unserem Alltag fröhnen. 😊 

Endlich wieder arbeiten…

… der Urlaub ist nun auch endlich für meinen Schatz wieder vorbei 😄 nicht, dass ihr jetzt denkt ich sei ihm seinen Urlaub nicht vergönnt – aber sein Job tut uns beiden gut! Zum einen ist er ausgelasteter. Auch der geregelte Ablauf tut ihm gut. Zum Anderen ist es Zeit für mich um durchzuschnaufen, einfach nur um mich zu kümmern.

So, jetzt muss ich auch schon wieder aufhören zu schreiben, weil gleich die MotoGP beginnt 😊 normalerweise sehen wir uns die gemeinsam an, nachdem wir ja auch gemeinsam mit dem Motorrad unterwegs sind ☺️ aber nachdem mein Schatz im Dienst ist, erstatte ich ihm live Berichte via SMS 👍

Berg und Tal Fahrt Tag

Gestern war ein schwieriger Tag für uns … 

der Morgen begann damit, dass mein Schatz seine zweite Badehose nicht finden konnte, woraufhin gleich mal auf mir herum gehackt wurde. Normalerweise komme ich schon halbwegs zurecht mit den Schwankungen, aber nachdem ich grundsätzlich ein Morgenmuffel bin liegt auch meine Toleranzgrenze morgens nicht besonders hoch.

Ich schon darauf eingestellt alleine mit unserem Wuffi baden zu fahren, war dann doch sehr verwundert als Männlein sich dann doch anzog und mitkam.

Der Tag am See war dann wieder sehr harmonisch. Wir genießen es sehr, vor allem in Anbetracht dessen dass sich unsere Maus bis vor kurzem noch nicht ins Wasser getraut hat – umso wertvoller sind diese Stunden jetzt für uns wenn sie freudig neben uns her schwimmt!

Danach beim Pferd war auch alles in Ordnung, wie es eben jeden Tag so ist – Pferd versorgen, mit Stallkameraden plaudern – sehr entspannend.

Abends sah die Sache dann wieder anders aus – für mich, scheinbar aus heiterem Himmel die nächste Schwankung 😓 er ist so unzufrieden weil er hat ja kein Leben mehr so seine Anschuldigungen. Ich habe versucht ruhig mit ihm zu reden, er wurde aber nur immer wütender. Also habe ich es vorerst aufgegeben und mich schlafen gelegt.

Obwohl ich diese Schwankungen nun schon zwei Jahre lang kenne, tut es noch immer gleich weh wenn er mich beschimpft, anschuldigt, … ich weiß, dass er nicht wirklich so denkt und doch trifft es mich immer wieder aufs Neue. Manchmal ärgere ich mich schon fast über mich selbst, weil ich es nicht schaffe das nicht an mich ran zu lassen. Andererseits denke ich mir wieder – wenn es mich kalt lassen würde, wäre das wohl das Ende der Beziehung.
Heute sieht die Welt vermutlich schon wieder anders aus. Neuer Tag Neues Glück 😊

Im Moment Verzweiflung …

… seit meinem letzten Post hat sich nicht allzu viel verändert.

Wir hatten das Seroquel für etwas mehr als eine Woche ein wenig erhöht und sind dann wieder zur Standarddosis übergegangen. Das Ergebnis war, dass es meinem Schatz sofort wieder schlechter ging 

– Anspannung, Nervosität, Stimmungsschwankungen und paranoide Verarbeitung nehmen in den letzten Wochen zwar nur leicht, aber stetig zu. 

Meine Bitte zum Arzt zu gehen wird wehemend abgelehnt, da er ja e im August einen Termin hat – nun gut, glücklicherweise ist der jetzt bald!

Schlecht ist allerdings, dass ich nicht dabei sein kann 😓 folgedessen kann ich davon ausgehen, dass der Arzt wohl nicht alles erfahren wird – aus Angst, es können noch mehr Med werden oder gar eine tagesklinische Betreuung vorgeschlagen werden.

Natürlich versteh ich seine Bedenken. Aber was, wenn er sich nicht helfen lässt und es irgendwann so endet wie es begonnen hat?!

Im Moment bin ich schlichtweg ratlos… 

Abwärtstendenz

Seit einigen Tagen geht es meinem Schatz zunehmend schlechter. Einerseits sagt er, er fühlt sich depressiver. Andererseits tritt die Nervosität – das Kribbeln fast täglich auf!

Wir haben nun, um dem erstmal entgegen zu wirken, das Seroquel erhöht. Mein Mann erhofft sich dadurch ausreichend Besserung.

Währenddessen versuche ich ihn davon zu überzeugen zum Arzt zu gehen *schauf*